Klinik Schwabenland
Fachklinik für Innere Medizin
 
 
 
 

TARIFSTEIGERUNG VON 7,1 PROZENT

Einmalzahlung in Höhe von 360 Euro - Eintritt in den VPKA Baden-Württemberg

Isny-Neutrauchburg - Die Waldburg-Zeil Kliniken GmbH & Co KG treten mit Wirkung zum 1. August 2019 in den Verband der Privaten Krankenanstalten (VPKA) Baden-Württemberg als ordentliches Mitglied ein.
Folge hiervon ist, dass sämtliche Tarifverträge, die im VPKA jeweils gültig angewandt werden, auch für die Beschäftigten der Waldburg-Zeil Kliniken GmbH & Co KG Anwendung finden. Vereinbart wurde, dass für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Waldburg-Zeil Kliniken nach dem Günstigkeitsprinzip die jeweils besseren Regelungen aus beiden Tarifverträgen übernommen werden.  
  
Das bedeutet: Die bisherigen günstigeren Regelungen aus dem WZK-PKA-Haustarif finden weiterhin für alle Waldburg-Zeil Mitarbeiter sowie für alle neu eintretenden Mitarbeiter Anwendung. Das betrifft zum Beispiel die wöchentliche Arbeitszeit von 38,50 Std./Woche oder die bezahlte Dienstbefreiung zu Weihnachten und zu Silvester. Günstigere Regelungen aus dem neuen Tarif VPKA im Verhältnis zum Haustarif, wie zum Beispiel die Höhe des Entgeltes sowie die der nächsten Tarifsteigerungen am 1. März 2020, werden ebenfalls Anwendung finden. Einige Punkte – wie zum Beispiel die Regelungen für die Jubilare - wurden unternehmensweit vereinheitlicht und deutlich verbessert.   
  
Für alle Auszubildenden der Waldburg-Zeil Kliniken gilt grundsätzlich ab 1. August der TVAöD-Allgemeiner Teil. Alle Azubis der Waldburg-Zeil Kliniken haben in Zukunft ebenfalls 30 Tage Urlaub.   
  
Alle diese Reglungen werden in einem Zusatztarifvertrag festgehalten und bis 31. August durch ver.di geprüft.   
  
Vereinbart wurde, dass für die Akutbereiche der Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen bis 1. Juli 2020 TVÖD-Niveau erreicht wird. Details werden in einem separaten Termin am 19. Juli mit der Tarifkommission vereinbart.   
  
 

Einmalzahlung in Höhe von 360 Euro

 
Der neue Tarifvertrag des VPKA BW gilt ab 1. August 2019. Für den Zeitraum bis zum Übergang in den VPKA BW erhalten die Beschäftigen unabhängig ihrer Eingruppierung und der Entgelt-Tabelle eine Einmalzahlung in Höhe von 360 Euro / Vollzeit im Monat August 2019 ausgezahlt.   
  
 

Tarifsteigerung von 7,1 Prozent

 
"Mit dem Eintritt in den VPKA sowie den zusätzlichen Leistungen nach dem Günstigkeitsprinzip bieten wir an allen Waldburg-Zeil Standorten mit einer Entgelterhöhung von durchschnittlich 7,1 Prozent sowie vielfältigen Zusatzvereinbarungen attraktive Konditionen, vielfältige Sozialleistungen, sichere und wohnortnahe Arbeitsplätze sowie die wirtschaftliche Stabilität eines unabhängigen, privaten, langfristig investierenden und seit mehr als 60 Jahren erfolgreichen Klinikträgers“, so die Unternehmensführung der Waldburg-Zeil Kliniken, vertreten durch Ellio Schneider. „Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit dem VPKA zusammen bzw. bereits im VPKA Baden-Württemberg mit. Auch unsere Partner wie die Einkaufsgenossenschaft PEG und der BDPK kooperieren seit Jahren mit dem VPKA vertrauensvoll“, erläutert der Geschäftsführer der Waldburg-Zeil Kliniken. Die meisten nicht-kommunalen Einzelkliniken sowie einige Klinikverbünde sind Mitglied in diesem Tarifverbund.  
  
„Mit dem Eintritt bieten wir unseren Mitarbeitern damit einen Branchentarif, also Planbarkeit und finanzielle Sicherheit sowie Unabhängigkeit von individuellen Einzelinteressen. Für uns ist dieser Verband eine wichtige Plattform, um die Interessen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach besserer Bezahlung bzw. die Interessen der Rehabranche gegenüber der Gesundheitspolitik nachdrücklicher durchsetzen zu können“, führt Schneider aus. „Mit dem Eintritt in diesen Tarifverbund stärken wir diesen wichtigen Verband und werden so das berechtigte Interesse unserer Mitarbeiter auf angemessenere Entlohnung in Berlin weiter besser durchsetzen können.“ Denn mit Tarifabschlüssen wie diesem gehen Rehakliniken finanziell in Vorleistung. Anders als Krankenhäuser – so genannte Akutkliniken – sind sie von den Zuschüssen des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes immer noch ausdrücklich ausgeschlossen.   
  
Das kann Rehakliniken wirtschaftlich gefährden. Leidtragende könnten in diesem Fall die Patientinnen und Patienten in den 1142 deutschen Reha-Einrichtungen werden, wenn es die Bundesregierung nicht schafft, dass Reha-Kliniken bundesweit ihre Pflegekräfte ebenso gut bezahlen können wie Krankenhäuser.   
  
Info
 
Am 1. Januar 2019 ist das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) in Kraft getreten. Nun können Krankenhäuser und Pflegeheime mehr Pflegepersonal einstellen. Die Kosten dafür bekommen sie von den Krankenkassen zurückerstattet. Zudem tragen die Kassen die vollständigen Kosten für Tarifsteigerungen für die Pflegekräfte im Krankenhaus. Auch die Vergütung von Auszubildenden in der Kinderkrankenpflege, Krankenpflege sowie Krankenpflegehilfe im ersten Ausbildungsjahr werden seit Jahresbeginn vollständig von den Kassen übernommen. Die Reha-Einrichtungen sind von diesem Gesetz immer noch ausgeschlossen. Sie können nicht vermehrt Personal engagieren und bekommen dies auch nicht durch den Gesetzgeber gegenfinanziert.    
  
Info VPKA
 
Der Verband privater Klinikträger in Baden-Württemberg e. V. versteht sich seit über 50 Jahren als Fach- und Arbeitgeberverband, der die gemeinsamen Belange der Privatkrankenanstalten in Baden-Württemberg in gesellschaftlichen sozialpolitischen und tariflichen Angelegenheiten wahrnimmt.   
  
Der Verband vertritt diese insbesondere gegenüber der Öffentlichkeit, der Regierung, den politischen Parteien, den Behörden, den fachlichen und überfachlichen Unternehmensorganisationen sowie den Gewerkschaften.   
  
Mitglieder des Verbandes sind stationäre Einrichtungen im Akut-, Reha- und Pflegebereich. Dabei handelt es sich sowohl um Häuser mit sozialversicherungsrechtlicher Zulassung als auch um reine Privatkliniken.   
  
Veröffentlicht am: 12.07.2019  /  News-Bereich: Über den Träger
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