Klinik Schwabenland
Fachklinik für Innere Medizin
 
 
 
 

PRESSEAKTION

Reha im Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) nicht berücksichtigt

Berlin - Trotz intensiver Bemühungen und vielen politischen Gesprächen des BDPK und aller Reha-Verbände wird die Bundesregierung keine Verbesserungen für die Finanzierung der medizinischen Rehabilitation im Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) regeln.
Dies ist umso verwunderlicher, weil alle politischen Akteure die Gefahr sehen, dass Krankenhäuser und Pflegeheime in großem Umfang Pflegekräfte aus Rehabilitationseinrichtungen abwerben könnten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gehälter für Pflegekräfte in den Rehaeinrichtungen häufig niedriger als in Krankenhäusern sind. Mit der Grundlohnbindung in der medizinischen Rehabilitation haben wir keine Chancen, steigende Gehaltsforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finanzieren.  
  
 

Personalknappheit wird verschlimmert

 
Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass wir weiterhin in der Öffentlichkeit politischen Druck machen. Wir haben deshalb Akteure der Reha aus Verbänden und Organisationen dazu eingeladen, sich an einer Pressekampagne zu beteiligen: Zeitgleich werden verschiedene Akteursgruppen der Reha am 8. November 2018, in einer individuellen Pressemeldung auf die Gefahr hinweisen, die sich aus der fehlenden Refinanzierung im Reha-Bereich ergibt.  
  
 
Kontakt
 
BDPK, Berlin Katrin Giese Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  
Tel.: 0 30 - 2 40 08 99 -18  
E-Mail: Giese@bdpk.de  
  
 

Pressemeldung des PDPK

  
  
Berlin, 8. November 2018 – Besorgt äußert sich der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) zum geplanten Inkrafttreten des Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetzes (PpSG). Das PpSG unterstützt Krankenhäuser und Pflegeheime richtigerweise dabei, mehr Pflegepersonal einzustellen. Die Kosten dafür, bekommen sie von den Krankenkassen zusätzlich erstattet. Aufgrund des bestehenden Fachkräftemangels auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Bereich der Pflege, geraten somit Pflegekräfte aus Rehabilitationskliniken verstärkt in das Visier der Krankenhäuser und Pflegeheime.  
  
 

Rehakliniken können nicht mithalten

 
Rehabilitationskliniken können mit den Gehältern für Pflegekräfte wie sie in Krankenhäusern üblich sind, nicht mithalten. Der Grund dafür ist, dass die Preisentwicklung in Rehabilitationskliniken durch die so genannte Grundlohnrate gedeckelt ist. Schon jetzt wechseln viele Pflegekräfte aus Rehaeinrichtungen in die besser zahlenden Akut-Kliniken. Damit gerät die Rehabilitationsversorgung im Anschluss an die Krankenhausbehandlung in Gefahr. Während einerseits immer mehr Patientinnen und Patienten immer früher nach Schlaganfällen, Herzoperationen, Endoprothesen und Krebserkrankungen in die Rehabilitation verlegt und dort pflegerisch versorgt werden müssen, sind andererseits Rehabilitationsplätze wegen fehlender Fachkräfte schon heute schwer zu bekommen. Ohne eine Möglichkeit, Preise an stärker steigende Personalkosten anpassen zu können, wird sich der Personalmangel in den Rehabilitationskliniken weiter verstärken.  
  
 

Arbeitsmarkt leergefegt

 
„Der Trend, dass Pflegekräfte in die besser bezahlten Jobs der Krankenhäuser abwandern, wird zunehmen. Die Chancen, neue Fachkräfte zu gewinnen, sind auf einem leer gefegten Arbeitsmarkt aussichtslos,“ so Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken. Dringenden Handlungsbedarf sieht im Übrigen auch der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum PpSG vom 21.09.2018.  
  
Die Leidtragenden dieses politischen Versäumnisses sind die Patientinnen und Patienten sowie die rund 30.000 Pflegekräfte in Rehabilitationskliniken. „Die Bundesregierung muss gewährleisten, dass Reha-Kliniken bundesweit ihre Pflegekräfte ebenso gut bezahlen können wie Krankenhäuser. Das Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz in seiner aktuellen Fassung verhindert, dass Rehabilitationskliniken im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen und auch zukünftig noch gute medizinische Reha gewährleisten können,“ betont Dr. Katharina Nebel, Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e.V.  
  
Hier finden Sie den Text als PDF zum Download
 
BDPK, PDF-Version, 1 MB 
  
  
Veröffentlicht am: 09.11.2018  /  News-Bereich: Über den Träger
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